Rechtsfragen Düngeverordnung Spritzen
Frank&andere

Düngeverordnung

Seit 1.1.2018 gilt: Alle Betriebe mit
  • mehr als 15 ha LN oder
  • mehr als 2 ha Sonderkulturen oder
  • mehr als 750 kg N tierischer Düngung oder
  • Betriebe, die Wirtschaftsdünger aufnehmen

müssen eine Düngebedarfsermittlung für jede einzelne Kultur erstellen. Diese muss vor der ersten organischen Düngergabe schriftlich vorliegen. Außerdem müssen diese Betriebe ihre Düngemaßnahmen innerhalb von 2 Tagen aufzeichnen. Seit 2019 gelten Erleichertungen für die grünen Gebiete der Gebietskulisse, die unten, siehe Punkt 3. erläutert sind.

Hier ein aktueller Überblick zum Stand der Anforderungen aus der Düngeverordnung und unsere Tipps zum strategischen Vorgehen:

1. Berechnung 170 kg N organischer Dünger
Muss jeder für seinen Betrieb erstellen, damit er weiß, welche Regelungen für ihn zutreffen.

2. Berechnung Lagerraumkapazität für org. Dünger (Pflicht seit 2019)
Hier geht's zum Programm der LfL für die Lagerraumberechnung.
Lagerraumberechnung mit/ohne Separierung, Weide und Grenze 170 kg N/ha 2021
Biogasgärrestrechner 2021 - Nach dem Öffnen der Excel-Datei oben im Dokument "Bearbeitung aktivieren" anklicken.

3. Prüfung Erleichterung grüne Gebiete
Erleichterungen erhalten Betriebe, die mehr als 80% der LF in grünen Gebieten bewirtschaften (Gebietskulisse), Info über iBalis erhalten unter Voraussetzungen folgende Erleichterungen:

Keine Düngeplanung für N und P benötigen:
Betriebe, die keine Flächen in den roten oder gelben Gebieten
und nicht mehr als 20 % ihrer Flächen in Wasserschutzgebieten haben
und < 30 ha
und < 3 ha Gemüse, Hopfen, Wein, Erdbeeren
und < 110 kg/ha Stickstoffanfall aus Tierhaltung
und keine Wirtschaftsdünger/Gärreste aufnehmen.

Rinderhaltende Betriebe > 3 GV/ha brauchen ab 2020 neun Monate Gülle-Mindestlagerkapazität. Die genaue Berechnung erfolgt auf Basis der Anteile der Rinderhaltung sowie des Grünlandes der Betriebe im Rahmen des Lagerraumprogrammes der LfL.

Treffen o.g. Punkte für Deinen Betrieb nicht zu, gelten für Dich zusätzlich die Punkte 4 bis 6:

4. Düngebedarfsermittlung
Vor der ersten organischen Düngung (spätestens bis zum 31.03.2022) muss die Düngebedarfsermittlung erstellt werden.
Seit 2021 gibt es umfassende Neuerungen für die Berechnung der Düngebedarfsermittlung von Zweitfrüchten. Hier entfällt künftig die Berechnung über Excel oder Online-Programm. Es gibt ähnlich wie bei den veröffentlichten Nmin-Werten regionsspezifische Standard-Bedarfswerte für unterschiedliche Kategorien an Zweitfrüchten, sodass keine „aktive" Berechnung mehr notwendig ist. Die Bedarswerte werden dann von der LfL entsprechend veröffentlicht (für die Zweitfrucht).

5. Ggf. Stoffstrombilanz
Ob Du eine Stoffstrombilanz erstellen musst, kannst Du aus diesem Schaubild der LfL ableiten.

Gerne unterstützen wir Dich bei allen o.g. Punkten. Meld Dich zur Terminvereinbarung unter Telefon 08669/86 55 0.

Detaillierte Informationen zur neuen Düngeverordnung und die EDV-Programme zur Düngebedarfsermittlung gibt's auf der Internetseite der LfL unter http://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/index.php.

Zum Überblick, ob im Herbst gedüngt werden darf, steht das Exceltool "Sperrfristprogramm" zur Verfügung. Nach dem Öffnen der Excel-Datei muss zur Bearbeitung oben im Dokument "Bearbeitung aktivieren" angeklickt werden. Dieses Sperrfristprogramm findest Du auch auf der Internetseite der LfL unter EDV-Fachprogramme im Bereich Düngung

Hier geht's zum Merkblatt 'Bodennahe Ausbringung' mit den entsprechenden Ausnahmen.

Mustervertrag Güllegrubenpacht

Mustervertrag Gülleabgabe/-aufnahme

Verordnung über das Inverkehrbringen von Wirtschaftsdünger

Diese ist am 1. September 2010 in Kraft getreten.

Mitteilungspflicht § 5

Laut § 5 der Verordnung müssen alle, die mehr als 200 Tonnen Wirtschaftsdünger (Gülle, Gärrest, Mist,F) pro Jahr an andere Betriebe abgeben, dies der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) einen Monat vor der erstmaligen Tätigkeit mitteilen. Die Meldung erfolgt über die Homepage der LfL.

Aufzeichnungspflicht § 3

Die Aufzeichnungspflicht gilt für
• Abgeber
• Transporteur
• Aufnehmer
Die Aufzeichnungen sind spätestens einen Monat nach Abschluss des Inverkehrbringens, des Beförderns oder der Übernahme von Wirtschaftsdünger zu erstellen. D. h., dass bei einer Gülleabgabe ein entsprechender Lieferschein mit allen notwendigen Angaben wie Datum, Name und Anschrift Abgeber/Beförderer/Empfänger, Menge und Inhaltsstoffe des Wirtschaftsdüngers zu erstellen ist. Hier geht's zum Vordruck und zum Merkblatt zur WDV-VO.

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Fortbildung Pflanzenschutzsachkunde

Seit dem 26.11.2015 wird unter anderem für den Erwerb und die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln für den professionellen Einsatz ein Sachkundenachweis benötigt, für den auch die regelmäßige Fortbildung vorgeschrieben ist. Der Bayerische Bauernverband, das Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe, der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern und der Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder bieten diese Pflanzenschutzsachkunde-Fortbildungen gemeinsam an.
Hier geht`s zum  Anmeldeformular und den Terminen für die nächsten Fortbildungen im Winter 2022.
Bei Fragen bitte telefonisch im MR-Büro unter Tel. 08669 / 86 55 0 melden.





Für eventuelle Fragen stehen wir gerne zur Verügung!
Maschinen- und Betriebshilfsring Traunstein e.V.
Mögstetten 15, 83365 Nußdorf, Telefon: +49 (0)8669 8655-0, mr.traunstein@maschinenringe.de
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