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Ein wesentlicher Baustein der RELAWI ist der ganzjährige Bewuchs der Flächen UND die vielfältige Pflanzenzusammensetzung.
Ein guter Einstieg in die RELAWI ist deshalb nach der Getreideernte, und zwar mit der passenden Zwischenfrucht-Mischung.

Warum Zwischenfrüchte?
Der Energie-Lieferant für Boden und Bodenorganismen ist der Zucker, und der wird mit der Kraft der Sonne durch die Photosynthese der Pflanzen erzeugt. Mit dem Zucker und seiner Energie werden die Pflanzen aufgebaut und über die Wurzeln werden so die Bodenorganismen gefüttert.
Bei der angebauten Hauptfrucht werden die meisten Nährstoffe aber wieder ins Erntegut eingelagert und abgefahren.
Zum Aufbau des Bodens tragen deshalb hauptsächlich Zwischenfrüchte und Untersaaten bei, die nicht (vollständig) genutzt werden. Mit den Zwischenfrüchten werden also nicht die Tiere im Stall oder in der Biogas-Anlage gefüttert, sondern die Tierchen im Boden von der Bakterie bis zum Regenwurm. Außerdem lässt sich mit grünen Pflanzen bis zu 5 x mehr Humus, also Kohlenstoff in den Boden bringen, als durch tote organische Substanz wie Stroh, Mist, Gülle usw.

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Warum vielfältige Zwischenfrüchte?
Um die Photosynthese bzw. das Sonnenlicht optimal zu nutzen, brauchen wir vielfältige PFLANZEN.
Das heißt also, schnell UND langsam wachsende, niedrige UND hohe, abfrierende UND wintergrüne Zwischenfrüchte.
Oberirdisch ist das die Sicht der Kuh. Fast noch wichtiger ist aber die Sicht des Regenwurms, also der Bodenorganismen.
Vielfältige Zwischenfrüchte nutzen nämlich auch den Bodenraum möglichst komplett aus. Also auch Flachwurzler, Herzwurzler und Tiefwurzler gehören in die Zwischenfruchtmischung.
Damit alle Nährstoffe im Boden genutzt, aufgeschlossen und in den Pflanzen vor Auswaschung für die nächste Hauptfrucht gespeichert werden können, brauchen wir auch verschiedene „Pflanzen-Familien". Unterschiedliche Pflanzen erschließen unterschiedliche Nährstoffe im Boden und fördern unterschiedliche Bodenorganismen.

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Die Vielfalt bringts also!
Bitte beachte aus den genannten Gründen bei der Auswahl Deiner Zwischenfrucht- Saatgutmischungen folgende Fauszahlen:
  • Die Anzahl der Mischungspartner sollte mindestens zweistellig sein! Also mindestens 10 unterschiedliche Mischungspartner.
  • Mindestens 3 Pflanzenfamilien. Es sollten immer mindestens Leguminosen, Gräser und Kreuzblütler in der Mischung sein.

Übrigens: Senf gheard auf die Wurschd und ned in die Zwischenfrucht!
Senf hat keine positive Wirkung aufs Bodenleben, sondern eher negative. Senf bildet zwar schnell Masse aber keine Klasse für den Boden.
Je vielfältiger die Zwischenfrucht-Mischung, desto weniger problematisch sind die einzelnen Pflanzen im Rahmen der Fruchtfolge.
Also such Dir für Deine Böden und Deine Fruchtfolge die passende Mischung aus. Die richtige Mischung macht Deinen Boden fit und Dich damit glücklich.

Kompost-Tee zur Vitalisierung der Pflanzen
Wir unterstützen unsere experimentierfreudigen Mitglieder beim Ausprobieren und Weiterentwickeln. Aufgrund vieler Anfragen haben wir uns dazu entschlossen, Euch regionalen Komposttee anzubieten. Dazu werden die Mikororganismen aus gutem Kompost vermehrt und nach einer speziellen Rezeptur mit belüftetem Wasser, Melasse und ggf. weiteren Zutaten zum sog. Kompost-Tee angesetzt . Dieser kann dann zur Stärkung der Pflanzen auf die Bestände gespritzt werden.
Wir produzieren den Komposttee auf Bestellung in Mögstetten. Dort könnt Ihr ihn zum „Verspritzen" abholen oder wir organisieren die Ausbringung für Euch. So muss keiner in eine eigene Anlage investieren und kann diesen Baustein der RELAWI absolut risikolos testen.

 

Bildquellen: Viterra und www.dsv-saaten.de





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